Bindung
"Erwachsene, zu denen Kinder eine Bindungsbeziehung aufgebaut haben, dienen in einer emotional belastenden Stresssituation als Schutz oder als "sichere Basis", von der ausgehend die Kinder ihr inneres Gleichgewicht wieder finden und zur Erkundung der Welt erneut aufbrechen."
Hedervari, 1995
Der Begriff Bindung (attachment) bezieht sich auf eine besondere Art der sozialen Beziehung zwischen einem kleinen Kind und einer ganz bestimmten erwachsenen Person, in der Regel seiner Mutter.
Untersuchungen zum Bindungsverhalten haben deutlich gemacht, wie wichtig eine konstante, verlässliche und einfühlsame Bezugsperson für die Entwicklung des Kindes ist.
Das Bindungsbedürfnis eines Menschen ist ein existentielles Grundbedürfnis, welches das Überleben sichert und somit genauso grundlegend ist wie Nahrung, Erkundung, Sexualität und Fortpflanzung. Im ersten Lebensjahr entwickelt der Säugling meistens eine Bindung an eine Person (maximal 3 Personen), die ihn schützen und versorgen kann. Die fünf typischen Bindungsverhaltensweisen Weinen, Rufen, Anklammern, Nachfolgen und Protest bei Verlassen werden, entwickeln sich im ersten Lebensjahr und dienen dazu, bei Bedarf die Nähe zur Bezugsperson herzustellen.
Babymassage, PEKiP und das Tragen im Tragetuch oder in einer Tragehilfe fördern die Bindung zwischen Eltern und Kind.
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